[weglot_switcher]

Low Code Entwicklung: Chancen und Grenzen

Low-Code: Mehr Schaden als Nutzen? Wo Potenziale und Grenzen von Low-Code-Entwicklung wirklich liegen.

Low Code Chancen Grenzen

Published on

13.01.2025

Share this post

picture_25-811x1024
Lars Ackermann
Vorstandsmitglied Greenfield Technology

“Low-Code & Co.: Mehr Schaden als Nutzen?”

Mit dieser Überschrift sorgte ein kürzlich erschienener Artikel der IT-News Plattform Heise für Aufregung (vgl. Golo Roden, 04.12.2024). Doch wo steht Low-Code-Technologie momentan wirklich, wo liegen die Chancen und Grenzen? Im folgenden Text bieten wir eine fundierte und ausgewogene Perspektive auf Low-Code-Technologie und beantworten offene Fragen.

Die Realität hinter dem Hype

Der Autor des Heise-Artikels beschreibt treffend: “Fachabteilungen können nicht plötzlich auf magische Weise alles selbst lösen.” Diese Erkenntnis teilen wir vollständig. Ein Taschenrechner macht niemanden zum Mathematiker – genauso wenig macht eine Low-Code-Plattform einen Fachexperten zum vollwertigen Softwareentwickler.

Erfahrung macht den Unterschied

Nicht alle Low-Code-Plattformen sind gleich. Während viele Anbieter erst in den letzten Jahren auf den Low-Code-Trend aufgesprungen sind, wurde die Pega-Plattform von Beginn an – vor 40 Jahren – als Low-Code-System konzipiert. Und Pegasystems entwickelt seine Plattform kontinuierlich weiter. Diese lange Erfahrung zeigt sich besonders in der technischen Reife:

– Vollständige Unterstützung moderner Softwareentwicklung (Objektorientierung, Vererbung, Polymorphismus)
– Integrierte DevOps-Werkzeuge für CI/CD
– Professionelle Versionskontrolle, Änderungsverfolgung, Wiederherstellung gelöschter Elemente
– Automatisierte Deployments und integrierte Unit-Tests
– Feature-Toggles und andere Funktionen, die man in der modernen Softwareentwicklung benötigt

Die Brücke zwischen IT und Fachbereich

Kritisiert wird im Artikel auch die vermeintliche Spaltung zwischen IT und Fachbereich. Unsere Erfahrung zeigt das Gegenteil: Low-Code schafft eine gemeinsame Sprache. Wenn Fachanwender und Entwickler gemeinsam an einem visuellen Prozessfluss arbeiten oder Änderungen direkt im UI vornehmen, entstehen echtes Verständnis und produktive Zusammenarbeit. Low-Code kann tatsächlich Brücken zwischen IT und Fachabteilungen bauen.

Citizen Development – richtig eingesetzt

Die Pega-Plattform bietet zwei Ebenen:
  1. Eine professionelle Entwicklungsumgebung für IT-Experten
  2. Eine intuitive Oberfläche für Citizen Developer
Diese Kombination ermöglicht es, dass IT-Experten die Architektur und komplexe Funktionen entwickeln, während Fachanwender später eigenständig Anpassungen vornehmen können.

Thema Vendor Lock-in?

Der Artikel warnt vor Herstellerabhängigkeit durch Low-Code Lösungen. Doch auch Open-Source-Lösungen schaffen Abhängigkeiten – von Communities, deren langfristiges Engagement ungewiss ist. Ein etablierter Software-Vendor bietet hier Stabilität und kuratiert verschiedene Technologien zu einer fachlich wertvollen Gesamtlösung. Er bietet:
  • Von vielen professionellen Software-Ingenieuren entwickelte Lösungen; hier kommt deutlich mehr IT-Know-How zum Tragen als bei der Programmierung “vor Ort”.
  • Kuratierte und getestete (Open-Source) Bibliotheken; der Vendor wählt die technisch besten Lösungen und stellt sicher, dass seine Software mit allen Bibliotheken sich stabil über eine sehr langen Zeitraum entwickelt.
  • Professionellen Support; der Hersteller schließt bekannt gewordene Lücken und gibt Updates heraus. Das ist mehr, als lokale Teams leisten könnten, die neben ihren Entwicklungsaufgaben hunderte Bibliotheken überwachen müssten.
Im Bereich Open Source gibt es viele wirklich gute technische Lösungen, jedoch keine relevanten oder sogar dominanten Lösungen mit Fachbezug wie CRM-Systeme oder HR-Systeme. Für fachliche Lösungen steht meist ein Software-Hersteller bereit.

Unser Fazit

Low-Code ist ganz sicher kein Allheilmittel, das IT-Abteilungen überflüssig macht. Es ist ein Werkzeug, das – richtig eingesetzt – die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereich verbessert und die Softwareentwicklung beschleunigt. Der Schlüssel liegt in realistischen Erwartungen und dem richtigen Einsatz der jeweiligen Kompetenzen.
Wir bei Greenfield setzen seit jeher auf die Pega-Plattform, um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Mit unserer langjährigen Erfahrung und Expertise unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Prozesse zu optimieren und ihre Ziele zu erreichen.

Haben Sie weitere Fragen zu diesen oder weiteren Themen rund um Low-Code? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht und folgen Sie uns bei LinkedIn, um auch weiterhin nichts zu Greenfield und den wichtigsten News aus der Low-Code Welt zu verpassen.

picture_25-811x1024

Lars Ackermann

Vorstandsmitglied Greenfield Technology

About the author

Lars Ackermann zählt zu den renommiertesten Pega-Technologen in Deutschland.

Mit großem Erfolg leitete er eine Vielzahl nationaler und internationaler Pega-Projekte in 12 Ländern. Als Vorstand der Greenfield Technology AG verantwortet Lars Ackermann den Bereich Technologie und Entwicklung.

More posts from Greenfield

October 1, 2025

Unser Besuch im Kinderheim Nezabudka

August 18, 2025

Unsere Unterstützung für die Ukraine

July 7, 2025

Verantwortung weitergedacht – Veränderungen in der Führungsebene bei Greenfield 2025

May 26, 2025

Low-Code: Die neue Art, Softwareentwicklung zu denken